Touch-a touch-a touch me,…

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Der Auseinandersetzung mit sich selbst liegt immer eines zugrunde: Selbst.Bewusst.Sein. Für manche mag diese Wortspielerei abgehoben oder abgenutzt wirken, allerdings bringt sie den Zugang zu sich selbst nun einmal auf den Punkt. Naja, die Punkte, um genau zu sein ;-). Der heutige Artikel ist ein Einstieg in dieses Thema, das ich regelmäßig und in unterschiedlicher Weise aufgreifen werde.

 

Selbst.Bewusst.Sein durch liebevolle Selbstzuwendung

Mal ganz ehrlich: in unserem oft vollgestopften Alltag – egal ob als Businesslady oder Vollzeit-Mama – vergessen wir oft, uns bewusst Zeit für uns selbst zu nehmen. Oder wir denken zwar daran, aber setzten es nicht um. Manchmal liegt es daran, dass die Praktiken, die aktuell im Trend liegen und uns empfohlen werden, so ganz im Gegensatz zu dem stehen, wie wir unseren Alltag gestalten. Meditieren, auch wenn es nur 3 Minuten sind? Oder achtsam Mittagsessen? Keine Chance, wenn der kleine Rabauke alle 5 Sekunden mit einem „Mama, schau!“ nach Aufmerksamkeit verlangt. Oder eine wichtige Präsentation ansteht, die wir lieber noch einmal durchgehen, bevor wir sie vor der Projektgruppe halten. Damit geben wir diese ansich tollen und wirkungsvollen Tools schon auf, bevor wir ihnen eine echte Chance gegeben haben. Eines muss uns klar sein: wenn wir etwas nicht machen, liegt es selten daran, dass wir tatsächlich keine Zeit dafür haben, sondern daran, dass wir der Sache eine niedrigere Priorität beimessen als den anderen Dingen, die wir den ganzen Tag erledigen. Doch aktive Selbstzuwendung ist unabdingbar, wenn wir Kontakt zu uns aufnehmen möchten.

 

 

Verwendet EURE Sprache

Wenn Euch die Begriffe, die ich benutze, nicht gefallen, ersetzt sie! Sucht Euch Ersatzbegriffe, die Positives in Euch auslösen. Wenn Ihr beispielsweise mit „Selbstliebe“ Arroganz, Überheblichkeit, Selbstverliebtheit oder Narzissmus verbindet, dann wird es Euch keine Freude oder sogar ein ungutes Gefühl machen, wenn Ihr sie als Zieldefinition heranzieht. Es geht in Eurem Alltag nicht darum,  korrekte Begriffe im Sinne ihrer Definition zu verwenden, sondern solche zu finden, die Euch guttun und mit denen Ihr etwas anfangen könnt. Seid ruhig kreativ und probiert ein bisschen herum, was für Euch stimmig ist. Statt „liebevolle Selbstzuwendung“ könnt ihr z.B. „positiv/aufmerksam/entspannt/zeitlos/… Selbstfürsorge/Ich-Aufmerksamkeit/me-time/…“ verwenden.

 

 

Sich begreifen als ein Schritt zur Selbstannahme

Körperliche Zuwendung hilft, damit wir uns als Ganzes begreifen lernen und aus unserem meist verkopften Alltag aussteigen können. Wenn wir uns damit schwer tun, wählen wir für einen Einstieg in die große Welt der Selbstzuwendung optimalerweise Handlungen, die wir ohnehin im Alltag durchführen. Ein erster Schritt ist es, diese alltäglichen Handlungen langsamer, bedachter, bewusster zu vollziehen. Sucht Euch also eine Aktivität, die Ihr jeden Tag oder zumindest mehrmals die Woche macht. Am besten zu einem Zeitpunkt, zu dem Ihr ungestört seid. Und bei der Ihr in Kontakt mit Eurem Körper seid. Mögliche Beispiele: Hände waschen und eincremen, Füße eincremen, Duschen, Abschminken, Feuchtigkeitscreme oder Lippenpflege auftragen, usw.

Macht diese Dinge künftig achtsamer. Auch hier gilt: wer diesen Begriff nicht mag, kann auf aufmerksam, geduldig oder ähnliches ausweichen. Konzentriert Euch für ein paar Augenblicke mit allen Sinnen auf Eure Tätigkeit. Wortwörtlich. Erkundet die Aktivität mit allen Sinnen. Was hört, riecht, schmeckt, fühlt und seht Ihr? Hier ist es hilfreich, die Augen auch mal zu schließen – außer bei letzterem ;-). Übt Euch ruhig in Dankbarkeit, dass Ihr all diese Sinne nutzen könnt – denn das ist keine Selbstverständlichkeit. Ihr bekommt jetzt keine genaue Anleitung, ich verlasse mich auf Eure Kreativität. Probiert unterschiedliche Arten von Berührungen aus: Streicheln, Klopfen, Zupfen, variiert die Geschwindigkeit, den Druck, die Abläufe, usw. Und all das stellt Ihr unter das Motto der „liebevollen Selbstzuwendung“, oder welcher Begriff auch immer für Euch stimmig ist. Es geht darum, Euch Zeit für Euch zu nehmen, Euch bewusst wahrzunehmen, Euch zu Begreifen, Euch etwas Gutes zu tun und einen liebevollen, wertschätzenden Umgang mit Euch zu erlernen und zu erleben.

 

Und weil jetzt viele von Euch vermutlich mehr Bilder im Kopf hatten als nur die des Händewaschens, nutzt ich die Gelegenheit gleich, den Beitrag der nächsten Woche anzukündigen: mein allererstes Interview mit der eindrucksvollen Frau Prof. Mag. Dr. Kathrin Kirchheiner. Unser Gespräch spannt einen Bogen von Sexualberatung bei Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen über Sinnlichkeit und endet bei der Auswirkung von Pornos auf (junge) Frauen. Ja, richtig gelesen, EIN Interview, ALL diese Themen. Gespannt? Zu recht 😉

 

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen und wünsche Euch einen wunderschönen Wochenausklang,

 

Alles Liebe,

Eure

Esther

 

 

Photo by Chelsea shapouri on Unsplash

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