Zwischen „Liebe Dich so wie Du bist!“ und „Werde die beste Version Deiner Selbst!“

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Noch nie war es so einfach, Zugang zu einer schier unendlichen Menge an Informationen in Bezug auf eine glückliche, erfüllende und erfolgreiche Lebensführung sowie entsprechenden Unterstützungsangeboten zu bekommen. Generell scheint es dabei zwei große Positionen zu geben: das der Selbstannahme und das der Selbstoptimierung *.

 

Aber was ist denn nun „richtig“ oder “besser“? Beide zusammen und keins ganz für sich allein. Denn das eine kommt ohne das andere nicht aus. Selbstannahme bildet die wandelbare, sich ständig mitverändernde Basis für Selbstoptimierung. Wobei Selbstanerkennung nicht gleichzusetzen ist mit „Na dann ist es halt so und ich bin vielleicht einfach unzufrieden.“ Sie mündet in einem Erkennen und Annehmen der eigenen Persönlichkeitsfacetten als Anker, als Ziel im Innen, um sich selbst in der Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeitsräumen nicht zu verlieren. Einen wichtigen Schritt weiter machen wir, wenn wir das, was wir erkennen, nicht nur annehmen, sondern auch schätzen – dazu mehr kommende Woche. Eine Form einer solchen kraftvollen Basis habe ich zu meinem Arbeitsschwerpunkt gemacht: die eigene Weiblichkeit…und erste mögliche Schritte in der Auseinandersetzung mit ihr in den letzten Wochen bereits aufgezeigt.

Neben einer soliden Basis brauchen wir ebenso die Möglichkeit, das Beste aus uns herauszuholen – denn das kann so unglaublich viel Freude bereiten. Je besser wir uns kennenlernen, desto gezielter wissen wir, wo wir noch das ein oder andere Rädchen drehen möchten, damit wir uns wohler, zufriedener, erfolgreicher, freudvoller fühlen und das auch ausstrahlen. Es geht um eine wertschätzende Potentialsuche, die uns nicht kleiner macht, sondern die uns gleichzeitig in dem bestärkt, was wir schon sind, haben und können.

Ihr seht, Selbstannahme und Optimierung gehen durchaus Hand in Hand.

 

Selbstoptimierungs-Angebote kritisch bewerten

Es gibt sie, die Unterstützung auf Eurem Weg zu mehr Gelassenheit, mehr Selbstsicherheit, einem selbstsicheren Auftreten, weniger Ängsten, stimmigerer Lebensgestaltung, einem gesunderen Lebensstil oder was auch immer Euch gerade beschäftigt. Aber es gibt leider zahlreiche verlockende, jedoch wenig seriöse Unterstützungsangebote. Deshalb hier ein paar kleine Worte, Sätze oder Versprechungen, die Euch stutzig machen sollten:

– „lebensverändernd“, „es wird ALLES verändern“

– „garantiert“ 

– „durch meine Gabe“/“Wunder“

– „Damals war ich völlig am Boden und heute verdiene ich pro Stunde/Tag/Monat so viel wie vorher in einem Monat/Jahr nicht. Das kannst Du auch! Und es ist sooooo einfach!…“

– „Du musst nur…“

– usw.

Auch wenn wir es uns vielleicht anders wünschen: angestrebte Veränderung geschieht AKTIV, nicht durch andere. Coaches können unterstützen, aber umsetzen müssen wir selber. Ganz klar, solche Angebote klingen motivierend und anziehend, aber was, wenn sich der Erfolg nicht langfristig einstellt? Sind wir dann Versager, weil wir es wiedermal nicht geschafft haben? Solche Angebote können genau das Gegenteil von dem verursachen, was sie versprechen. Also bitte schaut Euch solche Angebote genau an. Fragt Euch kritisch, ob ihr das wirklich glaubt oder nur glauben wollt.  Lest nach, welchen fachlichen Hintergrund die Anbieter haben. Es reicht nicht, „genau das schon selber durchlebt zu haben“. Denn es gilt: DER EINE WEG, der für alle passt, existiert nicht.

 

Bewegtes Ankommen

Es ist die Auseinandersetzung mit sich selbst, sowohl im Sinne einer Selbstannahme als auch im Sinne einer Suche nach unseren Möglichkeitsräumen, die uns weiterbringt und gleichzeitig ankommen lässt.

Diese Auseinandersetzung ist nichts Punktuelles, sondern vielmehr etwas Fortlaufendes. Ein Weg, der Freude macht, Spannung in sich birgt, Kreativität, Offenheit und Flexibilität fordert, ebenso wie eine Portion Humor und die Fähigkeit zur liebevollen Selbstkritik. Denn in der Auseinandersetzung mit uns selbst werden wir das ein oder andere mal auch auf blinde Flecken aufmerksam (gemacht) werden – aber ein Hinsehen lohnt sich. Ist der blinde Fleck mal aufgedeckt und bearbeitet, sehen wir vieles viel klarer, deutlicher und manchmal auch farbenfroher.

 

Alles Liebe,

Eure

Esther

 

PS: Was sagt Ihr zum „bewegten Ankommen“ als Ziel und somit als eine mögliche Definition von Erfolg? Bei sich sein, die eigenen Facetten kennen, schätzen und ausleben, gleichzeitig offen zu bleiben für Bewegung/Veränderung und aktives Gestalten der persönlichen und beruflichen Entwicklung. Macht das auch für Euch Sinn? Oder nur für mich? 😉

* wer Lust auf weiterführende Literatur hat, bitte gerne bei mir melden, ich lasse sie hier im Text zur besseren Lesbarkeit weg.

 

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